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BezeichnungBearbeiten

Dr. phil. Schirrmacher, Frank: Schrift als Tradition - die Dekonstruktion des literarischen Kanons bei Kafka und Harold Bloom, Dissertation, Siegen, Univ., 1987, 180 Seiten

Informationen zum AutorBearbeiten

QuellenBearbeiten

OnlineBearbeiten

Gibt es eine eBook-Fassung?
Liefert Google Books Teile der Arbeit?
Gibt es Online-Quellen auf die zugegriffen werden kann?
Gibt es einen DOI des Dokumentes?

OfflineBearbeiten

Wo kann man die Arbeit ausleihen?Bearbeiten

Deutsche Nationalbibliothek: Frankfurt, Signatur: H 88/8174, Bereitstellung in Frankfurt; Leipzig, Signatur: Di 1988 A 10870, Bereitstellung in Leipzig
Wo kann man sie kaufen?
Wie ist die Verfügbarkeit im Moment?
Gibt es eine ISBN des Dokumentes?

Kommentare/Externe LinksBearbeiten

Wurde diese Arbeit in den Medien erwaehnt?


Hier ein ziemlich kritischer Artikel über den Inhalt der Diss im Spiegel von 1996: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8924245.html

"Aufmerksamen Lesern wäre sonst aufgefallen, daß er den Großteil der Doktorarbeit bereits ein Jahr zuvor, im Februar 1987, in einem Kafka-Sammelband der Edition Suhrkamp veröffentlicht hatte.
Die insgesamt 180 Seiten umfassende Promotionsschrift unterscheidet sich von dem Suhrkamp-Aufsatz nur durch eine 10 Seiten starke Einleitung und einen ebenfalls neu formulierten sogenannten zweiten Teil, der noch einmal 22 Seiten ausmacht. Den Haupttext, der bei Suhrkamp unter dem Titel "Verteidigung der Schrift" erschienen war und nun als "Kafka und der Prozeß der Dekonstruktion" recycelt wurde, ließ Schirrmacher bis auf die Streichung einiger Sätze praktisch unverändert.
Zwar duldet die sozialliberale Promotionsordnung der Siegener Gesamthochschule in Ausnahmefällen die Annahme bereits veröffentlichter Arbeiten. Promotionsrechtler wie der Kölner Jurist Jürgen Salzwedel halten dieses Verfahren aber für "ganz und gar ungewöhnlich" und "absolut unakademisch"." [...]
Noch weit unschöner ist, daß Schirrmacher in Siegen offenbar einen Text einreichte, dessen wissenschaftlicher Ertrag ihm drei Jahre zuvor an der germanistischen Fakultät in Heidelberg bereits den Magistertitel eingebracht hatte. Nach Auskunft der beiden dortigen Gutachter, die ihn beim Studienabschluß betreuten, ist die - inzwischen verschwundene - Magisterarbeit "weitgehend identisch" mit dem bei Suhrkamp publizierten Text, für den er dann wiederum, ohne viel Zusatzmühe, den Doktortitel einheimste."


UPS, oder! Ein Text, drei Veröffentlichungen, zwei Titel, kein schlechter Wirkungsgrad. Die Frage wäre trotzdem, ob nicht schon die Magisterarbeit Plagiate enthält ;-)

ErgebnisseBearbeiten

Diese Arbeit wurde noch nicht untersucht. Es ist daher davon auszugehen, dass sie alle wissenschaftlichen Kriterien erfüllt. Siehe oben im Spiegel-Artikel:

"Fachleute wie der Konstanzer Verwaltungsjurist Hartmut Maurer, einer der namhaften Kommentatoren des deutschen Wissenschaftsrechts, können aber auf eine allgemeine Bestimmung verweisen, wonach jeder Promotionskandidat verbindlich erklären muß, daß er seine Doktorarbeit nicht zuvor an einer anderen Universität eingereicht hat.
Der Sinn dieser Klausel sei, doziert Maurer, dem Doktoranden eine "originäre Arbeit" abzuverlangen, die "wissenschaftlich wirklich Neues" biete. Die "Mehrfachausbeutung" einer Magisterarbeit sei "im höchsten Maße anstößig", urteilt, schärfer noch, Promotionsrechtler Salzwedel: "Das bricht mit allen akademischen Sitten.""

Es waren drei Gutachter bestellt, von denen einer die Arbeit ablehnte und der zweite den neuen zweiten Teil als sehr schwach beurteilte (also den Teil, der eigentlich den wissenschaftlichen Mehrwert der Promotion rechtfertigen soll). Der dritte (der Doktorvater) fand die Arbeit ganz toll und Schirrmacher bekam den Titel. Alles sehr "fishy", wie die Amerikaner sagen würden.

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